Welche Paragrafen regeln die Notwehr?
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Richtige Antworten: C, D
Die Notwehr ist eines der wichtigsten Jedermannsrechte für Sicherheitsmitarbeiter. Da Sicherheitskräfte keine polizeilichen Sonderrechte haben, handeln sie auf Basis dieser Rechte, die jedem Bürger zustehen. Die Notwehr ist im deutschen Recht doppelt verankert, um den Handelnden sowohl vor zivilrechtlichen als auch vor strafrechtlichen Konsequenzen zu schützen.
Die richtigen Antworten sind C (§ 227 BGB) und D (§ 32 StGB).
- § 32 StGB (Strafgesetzbuch) regelt die strafrechtliche Seite der Notwehr. Er besagt, dass wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, nicht rechtswidrig handelt. Das schützt dich davor, vom Staat bestraft zu werden (z.B. wegen Körperverletzung), wenn du dich gegen einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff verteidigst.
- § 227 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) regelt die zivilrechtliche Seite. Er besagt ebenfalls, dass eine durch Notwehr gebotene Handlung nicht widerrechtlich ist. Das schützt dich davor, dem Angreifer Schadensersatz oder Schmerzensgeld zahlen zu müssen.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
- A (§ 904 BGB) regelt den aggressiven Notstand. Hierbei geht es darum, dass man eine fremde, unbeteiligte Sache beschädigen darf, um eine gegenwärtige Gefahr abzuwenden (z.B. den Zaun des Nachbarn einreißen, um vor einem wilden Tier zu fliehen).
- B (§ 229 BGB) regelt die zivilrechtliche Selbsthilfe. Das ist das Recht, unter bestimmten Voraussetzungen eine Sache wegzunehmen oder eine Person festzuhalten, um einen eigenen zivilrechtlichen Anspruch zu sichern, wenn obrigkeitliche Hilfe zu spät käme.
- E (§ 127 Abs. 1 StPO) regelt die vorläufige Festnahme in der Strafprozessordnung. Dieses Recht erlaubt es jedermann, eine Person, die auf frischer Tat ertappt wird, festzuhalten, bis die Polizei eintrifft. Es handelt sich hierbei um eine Festnahmesituation, nicht um Notwehr.
- F (§ 228 BGB) regelt den defensiven Notstand. Hier geht es um die Verteidigung gegen eine angreifende Sache (z.B. einen angreifenden Hund, den man abwehrt). Notwehr richtet sich hingegen immer gegen den rechtswidrigen Angriff eines Menschen.
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