Bereite dich mit 701 prüfungsnahen Fragen aus 9 Themenbereichen gezielt auf die schriftliche IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a GewO vor. Du kannst alle Basis-Fragen direkt auf der Seite filtern, Antworten prüfen und die Erklärungen im Basis-Zugang gratis durcharbeiten.
Gut zu wissen: Die originalen IHK-Fragen sind nicht öffentlich. Unser Katalog mit 701 Fragen orientiert sich deshalb eng am bundesweit abgestimmten Prüfungsrahmen, am aktuellen Bewertungsverfahren und an den Sachgebieten aus der Bewachungsverordnung.
Redaktionell abgeglichen mit DIHK-/IHK-Informationen zum Prüfungsrahmen und den veröffentlichten Gesetzestexten. Wenn du den Prüfungsstoff zuerst sortieren willst, starte zusätzlich mit den 34a Themenbereichen, dem Leitfaden zur Sachkundeprüfung 34a oder direkt mit der Prüfungssimulation.
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Der 34a Fragenkatalog bündelt die Fragen, mit denen du dich gezielt auf die schriftliche Sachkundeprüfung vorbereiten kannst. Statt unsortiert zu üben, filterst du hier nach Themenbereich und Fragetyp und arbeitest genau an den Lücken, die für dein Bestehen relevant sind.
Typische Prüfungsfelder reichen von § 34a GewO und der Bewachungsverordnung über Hausrecht, Notwehr, Jedermannsrechte und Datenschutz bis zu Kommunikation, Deeskalation und Sicherheitstechnik. Genau diese Mischung bildet auch die spätere Prüfung ab.
Gerade das macht den Unterschied zwischen „ich habe schon viel gelesen“ und „ich bin für die IHK-Fragelogik wirklich bereit“. Wer gezielt Fragen durchsucht, erkennt Muster schneller, spart Zeit beim Wiederholen und lernt wesentlich strukturierter.
Die schriftliche 34a Prüfung deckt mehrere Rechts- und Praxismodule ab. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur wahllos zu üben, sondern thematisch zu arbeiten. Die Karten unten zeigen dir, wie viele Fragen pro Bereich im Katalog liegen und öffnen den passenden Themenfilter direkt auf dieser Seite. Wenn du sofort interaktiv lernen willst, kommst du von dort zusätzlich mit einem Klick in die App.
Themenbereich
Themenbereich
Viele unterschätzen nicht den Stoff, sondern das Format. In der 34a Prüfung geht es nicht nur darum, etwas schon einmal gehört zu haben. Du musst unter Zeitdruck sauber lesen, Antwortkombinationen prüfen und typische Fallunterscheidungen verstehen.
Seit dem Bewertungsstand ab 1. Juli 2025 zählt jede Frage auf dem Weg zu insgesamt 120 Punkten.
Ein Teil der Fragen hat genau eine, ein anderer Teil zwei richtige Antworten.
Du brauchst mindestens 50 Prozent, um den schriftlichen Teil sicher zu bestehen.
Der größte Fehler ist, Fragen nur zum Häkchen-Sammeln zu nutzen. Wirklich effektiv wird der Katalog erst, wenn du ihn strategisch einsetzt: erst Überblick gewinnen, dann Schwächen eingrenzen, anschließend unter Zeitdruck testen.
Der 34a Fragenkatalog ist die thematisch sortierte Sammlung aller Prüfungsfragen, mit denen du dich auf die schriftliche Sachkundeprüfung vorbereiten kannst. Auf dieser Seite kannst du die Fragen direkt filtern, durchsuchen und seitenweise durcharbeiten.
Nein. Die Original-Prüfungsfragen der IHK sind nicht öffentlich. Unsere Fragen orientieren sich aber eng an Themen, Struktur, Schwierigkeitsgrad und Prüfungslogik der echten 34a Sachkundeprüfung.

Geprüfter Sachkundiger nach §34a GewO und Gründer von 34a Master. Er hat die Plattform gebaut, weil er selbst erlebt hat, wie unübersichtlich die Vorbereitung ohne die richtigen Materialien ist – und das ändern wollte.
Basis-Zugang gratis. Einfach loslegen.
Jetzt startenRichtige Antworten: B, D
In der Bundesrepublik Deutschland gilt das Rechtsstaatsprinzip. Das bedeutet, dass jede staatliche Maßnahme, die in die Rechte von Bürgern eingreift, eine klare Grundlage im geschriebenen Recht (Gesetz) haben muss. Willkür und staatliche Gewalt ohne rechtliche Basis sind streng verboten.
Warum die Antworten B und D richtig sind (Verstoß gegen die rechtsstaatliche Ordnung):
Warum die anderen Antworten falsch sind (Diese Maßnahmen sind rechtmäßig und KEIN Verstoß):
Richtige Antworten: B, C
Die vorläufige Festnahme durch Jedermann ist in § 127 Abs. 1 StPO (Strafprozessordnung) geregelt. Da Sicherheitsmitarbeiter keine polizeilichen Befugnisse haben, greifen sie auf dieses sogenannte Jedermannsrecht zurück. Damit eine solche Festnahme rechtmäßig ist und man sich nicht selbst strafbar macht (z. B. wegen Freiheitsberaubung oder Nötigung), müssen ganz bestimmte Voraussetzungen zwingend erfüllt sein.
Die beiden Hauptvoraussetzungen für die vorläufige Festnahme nach § 127 Abs. 1 StPO sind:
1. Auf frischer Tat betroffen oder verfolgt: Man muss die Person genau in dem Moment erwischen, in dem sie die Tat begeht, oder unmittelbar danach am Tatort oder auf der Flucht.
2. Fluchtverdacht oder Identität nicht sofort feststellbar: Es muss die Gefahr bestehen, dass die Person abhaut und sich dem Verfahren entzieht, oder die Person weigert sich bzw. ist nicht in der Lage, ihre Identität (z. B. durch einen Ausweis) nachzuweisen.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
Richtige Antworten: A, D
In Deutschland ist die Staatsmacht aufgeteilt, um Machtmissbrauch und Diktatur zu verhindern. Dieses grundlegende Prinzip nennt man Gewaltenteilung. Es ist im Grundgesetz verankert (Art. 20 Abs. 2 GG: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt."). Es gibt drei Gewalten: die Legislative (Gesetzgebung), die Exekutive (ausführende Gewalt) und die Judikative (Rechtsprechung).
Die richtigen Antworten (A und D):
Richtige Antworten: C, D
Die Notwehr ist eines der wichtigsten Jedermannsrechte für Sicherheitsmitarbeiter. Da Sicherheitskräfte keine polizeilichen Sonderrechte haben, handeln sie auf Basis dieser Rechte, die jedem Bürger zustehen. Die Notwehr ist im deutschen Recht doppelt verankert, um den Handelnden sowohl vor zivilrechtlichen als auch vor strafrechtlichen Konsequenzen zu schützen.
Die richtigen Antworten sind C (§ 227 BGB) und D (§ 32 StGB).
- § 32 StGB (Strafgesetzbuch) regelt die strafrechtliche Seite der Notwehr. Er besagt, dass wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, nicht rechtswidrig handelt. Das schützt dich davor, vom Staat bestraft zu werden (z.B. wegen Körperverletzung), wenn du dich gegen einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff verteidigst.
- § 227 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) regelt die zivilrechtliche Seite. Er besagt ebenfalls, dass eine durch Notwehr gebotene Handlung nicht widerrechtlich ist. Das schützt dich davor, dem Angreifer Schadensersatz oder Schmerzensgeld zahlen zu müssen.
Richtige Antwort: A
Der wichtigste Unterschied zwischen der staatlichen Polizei und einem privaten Sicherheitsdienst liegt in ihrer rechtlichen Grundlage und ihren Befugnissen. In Deutschland gilt das sogenannte Gewaltmonopol des Staates (abgeleitet aus Art. 20 Abs. 2 GG). Das bedeutet, dass grundsätzlich nur der Staat (also z. B. die Polizei oder Ordnungsbehörden) hoheitliche Macht ausüben und Gesetze mit Zwang durchsetzen darf. Private Sicherheitsdienste handeln hingegen als normale Bürger und Dienstleister.
Warum Antwort A richtig ist:
Das private Sicherheitsgewerbe (geregelt in § 34a GewO) wird ausschließlich auf privatrechtlicher Grundlage tätig. Das bedeutet, ein Sicherheitsunternehmen schließt mit einem Kunden einen Vertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ab, in der Regel einen Dienstleistungsvertrag (§ 611 BGB) oder Werkvertrag (§ 631 BGB). Der Sicherheitsmitarbeiter hat keine besonderen staatlichen Befugnisse, sondern darf nur die sogenannten "Jedermannsrechte" (z. B. Notwehr nach § 32 StGB, vorläufige Festnahme nach § 127 Abs. 1 StPO) sowie die vom Auftraggeber übertragenen Rechte (wie das Hausrecht nach §§ 858 ff. BGB) ausüben.
Richtige Antwort: D
Das Grundgesetz (GG) ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und steht in der rechtlichen Hierarchie über allen anderen Gesetzen. In den Artikeln 1 bis 19 GG sind die sogenannten Grundrechte verankert. Diese Grundrechte dienen in erster Linie als Abwehrrechte der Bürger gegen den Staat, entfalten aber auch eine Drittwirkung im Zivilrecht. Man unterteilt die Grundrechte juristisch in zwei große Gruppen: die Menschenrechte (auch "Jedermann-Rechte" genannt) und die Bürgerrechte (auch "Deutschen-Rechte" genannt).
Ein Menschenrecht gilt für absolut jede Person, die sich im Geltungsbereich des Grundgesetzes aufhält, völlig unabhängig von ihrer Nationalität. Man erkennt diese Rechte im Gesetzestext ganz eindeutig an Formulierungen wie "Jeder hat das Recht...", "Alle Menschen..." oder "Niemand darf...". Bekannte Beispiele hierfür sind die Unantastbarkeit der Menschenwürde (Art. 1 GG) oder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 GG). Daher ist die Antwort richtig, die besagt, dass man ein Menschenrecht an der Formulierung "Jeder..." oder "Alle Menschen..." erkennt.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
Richtige Antworten: A, F
Artikel 2 des Grundgesetzes (Art. 2 GG) ist ein zentraler Baustein unserer Freiheitsrechte und wird oft als "Super-Artikel" bezeichnet, da er zwei sehr wichtige, aber unterschiedliche Bereiche abdeckt. Für dich als künftige Sicherheitskraft ist dieser Artikel im Arbeitsalltag extrem wichtig, da du oft in Spannungsfelder mit diesen Rechten gerätst.
Warum die Antworten A und F richtig sind:
Richtige Antwort: B
Das Grundgesetz (GG) schützt in Deutschland die wichtigsten Rechte der Bürger vor staatlichen Eingriffen und bildet die Basis für unser Zusammenleben. Die richtige Antwort ist Artikel 13 GG, welcher die "Unverletzlichkeit der Wohnung" garantiert. Dieser Artikel besagt ganz klar, dass niemand – weder die Polizei noch ein privater Sicherheitsdienst – einfach so in eine fremde Wohnung eindringen darf. Der juristische Begriff der "Wohnung" ist dabei sehr weit gefasst: Er schließt nicht nur private Wohn- und Schlafzimmer ein, sondern auch Betriebsräume, Geschäftsräume, Hotelzimmer und das sogenannte befriedete Besitztum (z. B. ein eingezäuntes Grundstück). Die Polizei darf gegen den Willen des Inhabers nur mit einem richterlichen Beschluss oder bei "Gefahr im Verzug" (geregelt unter anderem in der Strafprozessordnung, StPO) eine Wohnung betreten oder durchsuchen. Ein Sicherheitsmitarbeiter leitet seine Befugnisse nicht aus dem Grundgesetz ab, sondern darf fremde Räume nur betreten oder schützen, wenn der Inhaber ihm dies erlaubt und ihm das Hausrecht (basierend auf dem Bürgerlichen Gesetzbuch, BGB) übertragen hat.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
Richtige Antwort: A
Artikel 10 des Grundgesetzes (GG) schützt das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis. Das bedeutet, dass die gesamte Kommunikation von Personen – egal ob in geschriebener Form (Briefe, Pakete, E-Mails) oder in mündlicher Form (Telefonate) – streng vertraulich ist. Für dich als Sicherheitsmitarbeiter hat dieses Grundrecht eine enorme Bedeutung in der Praxis.
Du darfst unter keinen Umständen fremde Briefe öffnen, E-Mails lesen oder Telefonate abhören. Tust du dies doch, verstößt du nicht nur gegen das Grundgesetz, sondern begehst auch handfeste Straftaten. Das unbefugte Öffnen von Briefen ist als Verletzung des Briefgeheimnisses nach § 202 StGB strafbar. Das heimliche Abhören von Telefonaten oder Gesprächen wird als Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes nach § 201 StGB hart bestraft. Selbst bei einer Taschenkontrolle am Werkstor gilt: Wenn du einen verschlossenen Briefumschlag in der Tasche eines Mitarbeiters siehst, darfst du ihn lediglich bitten, diesen selbst zu öffnen. Du darfst ihn niemals eigenmächtig öffnen oder den Inhalt lesen.
Warum die richtige Antwort korrekt ist:
Richtige Antwort: D
Die richtige Antwort ist D: Die Polizei hat hoheitliche Befugnisse, der Sicherheitsdienst nicht. Dieser Grundsatz ist eines der wichtigsten Fundamente für die Arbeit im privaten Sicherheitsgewerbe nach § 34a GewO.
Der grundlegende Unterschied
Die Polizei vertritt den Staat und handelt auf der Grundlage des öffentlichen Rechts. Sie besitzt das staatliche Gewaltmonopol und hat sogenannte hoheitliche Befugnisse (Eingriffsrechte). Das bedeutet, die Polizei darf in die Grundrechte von Bürgern eingreifen, zum Beispiel durch Durchsuchungen, Identitätsfeststellungen unter Zwang oder Beschlagnahmungen. Das Verhältnis zwischen Polizei und Bürger ist durch Über- und Unterordnung (Subordination) geprägt. Zudem unterliegt die Polizei bei Straftaten dem Legalitätsprinzip (z. B. nach § 152 StPO), sie muss also zwingend einschreiten.
Der private Sicherheitsdienst hingegen handelt ausschließlich auf der Grundlage des Privatrechts (Zivilrechts). Sicherheitsmitarbeiter sind rechtlich gesehen normale Privatpersonen. Sie haben keinerlei hoheitliche Befugnisse oder Sonderrechte. Ihre Befugnisse leiten sich nur aus zwei Quellen ab: Erstens aus den sogenannten Jedermannsrechten, die jedem Bürger zustehen (wie die Notwehr nach § 227 BGB / § 32 StGB oder die vorläufige Festnahme auf frischer Tat nach § 127 Abs. 1 StPO). Zweitens aus den Rechten, die der Auftraggeber an den Sicherheitsdienst überträgt, wie das Hausrecht oder die Rechte als Besitzdiener (§ 855 BGB).
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Von Gewerberecht bis Umgang mit Menschen musst du die ganze Breite des Stoffs beherrschen.
Nicht jede 34a Frage sieht gleich aus. Manche Aufgaben prüfen reines Grundlagenwissen, andere arbeiten mit kurzen Situationen aus dem Sicherheitsalltag. Wenn du die typischen Fragestile erkennst, beantwortest du auch neue Fragen deutlich sicherer.
Hier geht es um Begriffe, Paragraphen, Pflichten und Grundlagen. Solche Fragen wirken oft einfach, sind aber gefährlich, wenn du Definitionen nur ungefähr kennst.
Diese Aufgaben beschreiben eine Situation, zum Beispiel einen Ladendiebstahl, einen Platzverweis oder einen Konflikt am Eingang. Entscheidend ist, welche Rechtsgrundlage in genau diesem Fall passt, zum Beispiel § 32 StGB, § 34 StGB oder § 127 Abs. 1 StPO.
Hier musst du besonders sauber lesen. Oft sind zwei Antworten richtig, aber nur in der genauen Kombination. Wer zu schnell klickt, verliert hier viele Punkte.
Beispiel 1
Eine Person weigert sich, ein privates Gelände zu verlassen. Dann wird oft nicht nur gefragt, was du tun darfst, sondern auch, unter welchen Voraussetzungen du auf Basis von Hausrecht und Besitzschutz nach §§ 858 ff. und 903 BGB handeln darfst.
Beispiel 2
Diese Fragen testen selten nur Definitionen. Meist musst du erkennen, ob gerade ein Angriff vorliegt oder ob eine Gefahr abgewehrt wird. Genau da passieren viele Fehler zwischen § 32 StGB, § 34 StGB und den zivilrechtlichen Notstandsregeln aus §§ 228 und 904 BGB.
Beispiel 3
Hier geht es oft um Deeskalation, Kommunikation und Auftreten. Solche Fragen wirken weich, sind aber prüfungsrelevant und entscheiden mit über deinen Gesamtscore.
Beispiel 4
Typisch sind Fragen dazu, welche Daten du weitergeben darfst, wer Zugriff haben darf und wann eine Verarbeitung unzulässig ist. Diese Aufgaben wirken knapp, prüfen aber oft sehr genau, ob du zwischen zulässiger Dokumentation, Weitergabe und Datenschutzpflicht unterscheiden kannst.
In der App bekommst du zum Fragenkatalog zusätzlich Fortschritt, Bookmarks, Wiederholungen und die komplette Prüfungssimulation in einem System.
Ja. Du kannst den Fragenkatalog nach Themenbereich und Fragetyp filtern und zusätzlich nach Stichwörtern suchen. So findest du gezielt die Fragen, die du gerade wiederholen möchtest.
Aktuell umfasst der Fragenkatalog 701 Fragen aus 9 prüfungsrelevanten Themenbereichen. Damit kannst du sowohl gezielt nach Modulen lernen als auch breit für die gesamte Prüfung trainieren.
Diese zusätzlichen Lern-Funktionen stehen dir in der 34a Master App zur Verfügung. Dort kannst du deinen Fortschritt verfolgen, schwierige Fragen markieren und strukturiert weiterlernen.
Ja. Die Katalog-Seite ist mobil nutzbar, und die 34a Master App ist zusätzlich komplett für das Handy optimiert. So kannst du Fragen bequem unterwegs durcharbeiten und später nahtlos in der App weiterlernen.
- Antwort A (Dringender Tatverdacht): Ein bloßer Verdacht, auch wenn er dringend ist, reicht für das Jedermannsrecht nicht aus. Das Betreffen auf frischer Tat ist zwingend erforderlich. Nur die Polizei oder Staatsanwaltschaft kann bei dringendem Tatverdacht nach anderen Paragrafen handeln.
- Antwort D (Genehmigung durch den Chef): Jedermannsrechte stehen jeder natürlichen Person von Gesetzes wegen zu. Man braucht dafür keine Erlaubnis eines Vorgesetzten oder Arbeitgebers.
- Antwort E (Waffenschein): Ein Waffenschein hat absolut nichts mit dem Recht auf eine vorläufige Festnahme zu tun. Das Festnahmerecht gilt für jeden Bürger, völlig unabhängig davon, ob er Waffen tragen darf oder nicht.
- Antwort F (Vorliegen eines Verbrechens): Das Gesetz verlangt lediglich eine rechtswidrige Tat. Das kann auch ein Vergehen (wie ein einfacher Diebstahl oder Sachbeschädigung) sein. Es muss nicht zwingend ein schweres Verbrechen (wie Mord oder Raub) vorliegen.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
Warum sind die anderen Antworten falsch?
- A (§ 904 BGB) regelt den aggressiven Notstand. Hierbei geht es darum, dass man eine fremde, unbeteiligte Sache beschädigen darf, um eine gegenwärtige Gefahr abzuwenden (z.B. den Zaun des Nachbarn einreißen, um vor einem wilden Tier zu fliehen).
- B (§ 229 BGB) regelt die zivilrechtliche Selbsthilfe. Das ist das Recht, unter bestimmten Voraussetzungen eine Sache wegzunehmen oder eine Person festzuhalten, um einen eigenen zivilrechtlichen Anspruch zu sichern, wenn obrigkeitliche Hilfe zu spät käme.
- E (§ 127 Abs. 1 StPO) regelt die vorläufige Festnahme in der Strafprozessordnung. Dieses Recht erlaubt es jedermann, eine Person, die auf frischer Tat ertappt wird, festzuhalten, bis die Polizei eintrifft. Es handelt sich hierbei um eine Festnahmesituation, nicht um Notwehr.
- F (§ 228 BGB) regelt den defensiven Notstand. Hier geht es um die Verteidigung gegen eine angreifende Sache (z.B. einen angreifenden Hund, den man abwehrt). Notwehr richtet sich hingegen immer gegen den rechtswidrigen Angriff eines Menschen.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
Die Formulierung spielt keine Rolle / Es gibt keine Erkennungsmerkmale: Das ist falsch. In der juristischen Auslegung des Grundgesetzes ist der genaue Wortlaut absolut entscheidend, um den geschützten Personenkreis zu bestimmen.
An der Formulierung 'Alle Deutschen...': Das ist falsch. Diese Formulierung kennzeichnet die sogenannten Bürgerrechte (Deutschen-Rechte), die laut Art. 116 GG primär für deutsche Staatsangehörige gelten. Beispiele hierfür sind die Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG) oder die Berufsfreiheit (Art. 12 GG). Ausländer genießen diese Freiheiten zwar oft auch, aber dann auf Basis einfacher Gesetze und nicht direkt über dieses spezifische Grundrecht.
Es gilt nur für Polizisten / Es gilt nur für Beamte: Das ist völlig falsch. Grundrechte sind Schutzrechte für die Menschen und gelten nicht exklusiv für staatliche Funktionsträger. Im Gegenteil: Der Staat (und damit auch Polizisten und Beamte) ist an die Grundrechte gebunden und muss diese bei jedem Handeln respektieren.
*Zusatzwissen:* Aus Art. 2 GG in Verbindung mit Art. 1 GG (Schutz der Menschenwürde) wird das sogenannte "Allgemeine Persönlichkeitsrecht" abgeleitet, welches zum Beispiel die Privatsphäre oder das Recht am eigenen Bild schützt.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
- Antwort C (Art. 5 GG) regelt die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit. Dieses Recht hat absolut nichts mit dem Betreten von Wohnungen zu tun.
- Antwort D (Art. 3 GG) beinhaltet den Gleichheitsgrundsatz ("Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich") und das allgemeine Diskriminierungsverbot.
- Antwort E (Art. 8 GG) schützt die Versammlungsfreiheit. Es erlaubt Bürgern, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln, schützt aber keine Gebäude vor dem unbefugten Eindringen.
- Antwort F (Art. 10 GG) garantiert das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis. Es schützt die private Kommunikation. Ein Verstoß hiergegen durch unbefugtes Öffnen von Briefen oder Abhören von Telefonaten ist zudem eine schwere Straftat (z. B. Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes nach § 201 StGB oder Verletzung des Briefgeheimnisses nach § 202 StGB), schützt aber eben nicht die physische Wohnung selbst.
Warum die falschen Antworten falsch sind:
- Antwort B (Der Artikel verbietet nichts) & Antwort F (Es gibt kein solches Verbot): Diese Aussagen sind schlichtweg falsch. Art. 10 GG verbietet dem Staat und mittelbar auch Privatpersonen (über das Strafrecht, §§ 201, 202 StGB) ganz klar den unbefugten Zugriff auf fremde Kommunikation.
- Antwort C (Das Tragen von Uniformen): Das Tragen von Dienstkleidung wird nicht im Grundgesetz geregelt, sondern in der Gewerbeordnung (§ 34a GewO) und der Bewachungsverordnung (BewachV). Es hat nichts mit Art. 10 GG zu tun.
- Antwort D (Das Durchführen von Taschenkontrollen): Taschenkontrollen beruhen in der Regel auf der Zustimmung der kontrollierten Person oder vertraglichen Vereinbarungen im Rahmen des Hausrechts (§§ 858 ff., 903 BGB). Art. 10 GG verbietet keine Taschenkontrollen, sondern nur das Öffnen der darin befindlichen Post.
- Antwort E (Das Erteilen von Hausverboten): Das Hausverbot leitet sich aus dem Hausrecht (§ 903 und § 1004 BGB) sowie dem Schutz des Eigentums (Art. 14 GG) und der Wohnung (Art. 13 GG) ab, nicht aber aus dem Kommunikationsschutz des Art. 10 GG.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
Antwort A (Der Sicherheitsdienst hat mehr Befugnisse): Das ist falsch. Der Sicherheitsdienst hat deutlich weniger Befugnisse als die Polizei, da ihm jegliche staatlichen Eingriffsrechte fehlen.
Antwort B und C (Die Befugnisse sind identisch / Es gibt keinen Unterschied): Diese Aussagen sind falsch, da sie das staatliche Gewaltmonopol ignorieren. Ein privater Wachmann darf niemanden gegen seinen Willen durchsuchen oder hoheitlich vernehmen.
Antwort E (Beide arbeiten hoheitlich): Das ist falsch und in der Praxis sogar gefährlich. Wenn ein Sicherheitsmitarbeiter hoheitlich auftritt (z. B. durch eine Uniform, die der Polizei zum Verwechseln ähnlich sieht, was nach § 19 BewachV verboten ist), macht er sich unter Umständen der Amtsanmaßung (§ 132 StGB) strafbar.
Antwort F (Der Sicherheitsdienst handelt auf Grundlage des öffentlichen Rechts): Das ist falsch. Der Sicherheitsdienst wird von einem privaten Kunden bezahlt und handelt auf Basis eines zivilrechtlichen Vertrages, also im Privatrecht. Das öffentliche Recht regelt das Verhältnis zwischen Staat und Bürger.