Bereite dich mit 701 prüfungsnahen Fragen aus 9 Themenbereichen gezielt auf die schriftliche IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a GewO vor. Du kannst alle Basis-Fragen direkt auf der Seite filtern, Antworten prüfen und die Erklärungen im Basis-Zugang gratis durcharbeiten.
Gut zu wissen: Die originalen IHK-Fragen sind nicht öffentlich. Unser Katalog mit 701 Fragen orientiert sich deshalb eng am bundesweit abgestimmten Prüfungsrahmen, am aktuellen Bewertungsverfahren und an den Sachgebieten aus der Bewachungsverordnung.
Redaktionell abgeglichen mit DIHK-/IHK-Informationen zum Prüfungsrahmen und den veröffentlichten Gesetzestexten. Wenn du den Prüfungsstoff zuerst sortieren willst, starte zusätzlich mit den 34a Themenbereichen, dem Leitfaden zur Sachkundeprüfung 34a oder direkt mit der Prüfungssimulation.
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Der 34a Fragenkatalog bündelt die Fragen, mit denen du dich gezielt auf die schriftliche Sachkundeprüfung vorbereiten kannst. Statt unsortiert zu üben, filterst du hier nach Themenbereich und Fragetyp und arbeitest genau an den Lücken, die für dein Bestehen relevant sind.
Typische Prüfungsfelder reichen von § 34a GewO und der Bewachungsverordnung über Hausrecht, Notwehr, Jedermannsrechte und Datenschutz bis zu Kommunikation, Deeskalation und Sicherheitstechnik. Genau diese Mischung bildet auch die spätere Prüfung ab.
Gerade das macht den Unterschied zwischen „ich habe schon viel gelesen“ und „ich bin für die IHK-Fragelogik wirklich bereit“. Wer gezielt Fragen durchsucht, erkennt Muster schneller, spart Zeit beim Wiederholen und lernt wesentlich strukturierter.
Die schriftliche 34a Prüfung deckt mehrere Rechts- und Praxismodule ab. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur wahllos zu üben, sondern thematisch zu arbeiten. Die Karten unten zeigen dir, wie viele Fragen pro Bereich im Katalog liegen und öffnen den passenden Themenfilter direkt auf dieser Seite. Wenn du sofort interaktiv lernen willst, kommst du von dort zusätzlich mit einem Klick in die App.
Themenbereich
Themenbereich
Viele unterschätzen nicht den Stoff, sondern das Format. In der 34a Prüfung geht es nicht nur darum, etwas schon einmal gehört zu haben. Du musst unter Zeitdruck sauber lesen, Antwortkombinationen prüfen und typische Fallunterscheidungen verstehen.
Seit dem Bewertungsstand ab 1. Juli 2025 zählt jede Frage auf dem Weg zu insgesamt 120 Punkten.
Ein Teil der Fragen hat genau eine, ein anderer Teil zwei richtige Antworten.
Du brauchst mindestens 50 Prozent, um den schriftlichen Teil sicher zu bestehen.
Der größte Fehler ist, Fragen nur zum Häkchen-Sammeln zu nutzen. Wirklich effektiv wird der Katalog erst, wenn du ihn strategisch einsetzt: erst Überblick gewinnen, dann Schwächen eingrenzen, anschließend unter Zeitdruck testen.
Der 34a Fragenkatalog ist die thematisch sortierte Sammlung aller Prüfungsfragen, mit denen du dich auf die schriftliche Sachkundeprüfung vorbereiten kannst. Auf dieser Seite kannst du die Fragen direkt filtern, durchsuchen und seitenweise durcharbeiten.
Nein. Die Original-Prüfungsfragen der IHK sind nicht öffentlich. Unsere Fragen orientieren sich aber eng an Themen, Struktur, Schwierigkeitsgrad und Prüfungslogik der echten 34a Sachkundeprüfung.

Geprüfter Sachkundiger nach §34a GewO und Gründer von 34a Master. Er hat die Plattform gebaut, weil er selbst erlebt hat, wie unübersichtlich die Vorbereitung ohne die richtigen Materialien ist – und das ändern wollte.
Basis-Zugang gratis. Einfach loslegen.
Jetzt startenRichtige Antworten: A, B
Im deutschen Recht, insbesondere im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), wird strikt zwischen Eigentum und Besitz unterschieden. Diese Unterscheidung ist für Sicherheitsmitarbeiter von zentraler Bedeutung, da sie oft im Auftrag von Eigentümern oder Besitzern handeln.
1. Was ist Eigentum? (§ 903 BGB)
Das Eigentum ist die rechtliche Herrschaft über eine Sache. Gemäß § 903 BGB kann der Eigentümer einer Sache, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen. Das bedeutet:
2. Warum sind die anderen Antworten falsch?
Zusammenfassung für die Praxis:
Der Eigentümer hat das Recht (ihm gehört es laut Gesetz), während der Besitzer die tatsächliche Gewalt hat (er hält es in den Händen). Wenn Sie als Sicherheitskraft ein Objekt bewachen, schützen Sie meistens die Rechte des Besitzers (z. B. eines Mieters), der das Hausrecht ausübt, auch wenn dieser nicht der Eigentümer der Immobilie ist.
Richtige Antworten: A, D
Im deutschen Recht unterscheidet man zwischen natürlichen Personen (Menschen) und juristischen Personen (künstliche Gebilde wie Firmen oder Vereine). Während die Rechtsfähigkeit einer natürlichen Person gemäß § 1 BGB bereits mit der Vollendung der Geburt beginnt, müssen juristische Personen einen formalen Akt durchlaufen, um Träger von Rechten und Pflichten zu werden.
Die Rechtsfähigkeit bedeutet, dass man am Rechtsverkehr teilnehmen kann – man kann also Verträge abschließen, Eigentum erwerben oder vor Gericht klagen. Für juristische Personen des Privatrechts ist der entscheidende Moment für den Beginn dieser Rechtsfähigkeit die Eintragung in ein öffentliches Register.
Richtige Antwort: C
In dieser Aufgabe geht es um die Frage, wer für eine juristische Person (hier eine GmbH) im Rechtsverkehr handeln darf.
Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) unterscheiden wir zwischen natürlichen Personen (§ 1 BGB – alle Menschen ab der Geburt) und juristischen Personen. Eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist eine solche juristische Person des Privatrechts. Da eine GmbH ein künstliches Gebilde ist, kann sie nicht wie ein Mensch physisch handeln oder eigenständig eine Unterschrift leisten. Sie benötigt dafür sogenannte "Organe".
Gemäß § 35 GmbHG (Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung) wird die GmbH durch ihren Geschäftsführer gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Er ist das gesetzlich vorgesehene Organ, das im Namen der Firma Verträge (z. B. Bewachungsverträge) abschließen kann. Die Rechtsfähigkeit der GmbH selbst beginnt dabei erst mit der Eintragung in das Handelsregister.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
- Antwort A (Mitarbeiter der Verwaltung) und
Richtige Antwort: B
Wenn Sie jemanden vorläufig festgenommen haben, sei es nach der Jedermann-Festnahme (§ 127 Abs. 1 StPO) bei einer Straftat oder im Rahmen der Allgemeinen Selbsthilfe (§ 229 BGB) zur Sicherung zivilrechtlicher Ansprüche, ist der Zweck dieser Maßnahme die Sicherung der Person bis zum Eintreffen staatlicher Hilfe. Sobald die Polizei (die sogenannte obrigkeitliche Hilfe) am Einsatzort eintrifft, endet Ihre private Befugnis zur Festhaltung unmittelbar.
Warum ist Antwort B richtig?
Das Gesetz erlaubt Privaten nur in Ausnahmesituationen, die Freiheit anderer einzuschränken. Diese Erlaubnis erlischt in dem Moment, in dem der Staat (die Polizei) seine Aufgabe wieder selbst wahrnehmen kann. Sie müssen den Täter daher unverzüglich übergeben. Jede weitere Verzögerung ohne rechtfertigenden Grund könnte den Tatbestand der Freiheitsberaubung (§ 239 StGB) erfüllen.
Richtige Antwort: B
In der deutschen Rechtsordnung gibt es eine klare Rangordnung der Rechtsgüter (Hierarchie). Das Leben steht dabei an oberster Stelle, noch vor der körperlichen Unversehrtheit, der Freiheit oder dem Eigentum.
Gemäß § 34 StGB (Rechtfertigender Notstand) ist eine Tat nur dann gerechtfertigt, wenn das geschützte Interesse das beeinträchtigte Interesse wesentlich überwiegt. Bei einer Abwägung von „Leben gegen Leben“ ist dieses „wesentliche Überwiegen“ jedoch juristisch niemals gegeben. Das bedeutet: Man darf nicht ein Menschenleben opfern, um ein anderes (oder sogar viele andere) Leben zu retten. Jeder Mensch besitzt die gleiche Menschenwürde (Art. 1 GG) und das gleiche Recht auf Leben (Art. 2 GG). Das Recht verbietet es, Menschenleben gegeneinander aufzurechnen (Quantifizierung).
Warum sind die anderen Antworten falsch?
-
Richtige Antwort: B
Als Türsteher oder Sicherheitsmitarbeiter handelst du rechtlich gesehen als Besitzdiener gemäß § 855 BGB. Das bedeutet, dass du die tatsächliche Gewalt über ein Objekt (z. B. eine Diskothek oder ein Werksgelände) für den Besitzer (den Betreiber) ausübst. Du bist sein „verlängerter Arm“ und setzt in seinem Namen das Hausrecht durch, welches sich aus dem Eigentumsrecht (§ 903 BGB) und dem Besitz (§ 854 BGB) ableitet.
Obwohl du das Hausrecht ausübst, hast du keine hoheitlichen Befugnisse. Das bedeutet, du hast nicht dieselben Rechte wie die Polizei. Eine Taschenkontrolle stellt einen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht und die Privatsphäre dar. Daher darfst du eine Tasche nur mit der freiwilligen Einwilligung der betroffenen Person kontrollieren.
Was passiert, wenn jemand die Kontrolle verweigert?
Richtige Antwort: B
In diesem Fall handelt es sich juristisch gesehen um Verbotene Eigenmacht gemäß § 858 BGB.
Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) schützt den sogenannten Besitz. Besitz bedeutet die tatsächliche Gewalt über eine Sache (z. B. das Hausrecht auf einem Grundstück). Wenn jemand diesen Besitz stört oder entzieht, ohne dass der Besitzer damit einverstanden ist und ohne dass ein Gesetz dies erlaubt, handelt er widerrechtlich.
Man unterscheidet bei der verbotenen Eigenmacht zwei Formen:
1. Besitzentziehung: Die Sache wird dem Besitzer komplett weggenommen (z. B. Diebstahl).
2. Besitzstörung: Der Besitzer wird daran gehindert, seine Sache so zu nutzen, wie er möchte.
Das Zuparken einer Notausfahrt ist eine klassische Besitzstörung. Der Besitzer des Objekts kann die Ausfahrt nicht mehr zweckgemäß nutzen. Da der Fahrer keine Erlaubnis hatte und auch nicht auffindbar ist, geschieht dies gegen den Willen des Besitzers. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Sicherheitsmitarbeiter später Maßnahmen zur
Richtige Antwort: D
Wenn Sie während Ihrer Dienstzeit, zum Beispiel bei einem Rundgang in einem Einkaufszentrum, eine verlorene Sache finden, unterliegen Sie den klaren gesetzlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Gemäß § 965 BGB besteht eine unverzügliche Anzeigepflicht. Das bedeutet, Sie müssen den Fund sofort dem Verlierer, dem Eigentümer oder – was im Sicherheitsdienst der Regelfall ist – der zuständigen Stelle (Objektleitung, Fundbüro oder Polizei) melden.
Warum sind die anderen Optionen falsch?
- Antwort A und B: Wenn Sie die Geldbörse einfach behalten oder als „Trinkgeld“ einstecken, begehen Sie eine Straftat, nämlich eine Unterschlagung gemäß § 246 StGB. Eine Fundsache ist zwar „besitzlos“ (niemand hat gerade die tatsächliche Gewalt darüber), aber nicht „herrenlos“ (sie gehört immer noch jemandem). Wer sich eine fremde Sache rechtswidrig zueignet, macht sich strafbar.
- Antwort C:
Richtige Antwort: B
Wenn Sie in einem öffentlichen Verkehrsmittel wie der S-Bahn einen Gegenstand finden, handelt es sich rechtlich um einen sogenannten Verkehrsfund gemäß § 978 BGB. Hier gelten deutlich strengere Regeln als bei einem gewöhnlichen Fund auf der Straße. Gemäß § 978 Abs. 1 BGB sind Sie gesetzlich verpflichtet, die Sache unverzüglich an das Personal oder das Fundbüro des Verkehrsunternehmens abzuliefern. Ein Eigentumserwerb nach sechs Monaten, wie er bei einem gewöhnlichen Fund nach § 973 BGB möglich wäre, ist für den Finder bei einem Verkehrsfund gesetzlich ausgeschlossen; stattdessen erwirbt meist das Verkehrsunternehmen oder die Gemeinde das Eigentum, wenn sich der Verlierer nicht innerhalb der Fristen meldet.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
Antwort A ist falsch, da die Frist für den Eigentumserwerb (§ 973 BGB) bei Funden in öffentlichen Verkehrsmitteln (Verkehrsfund) nicht zugunsten des Finders wirkt. Der Finder wird hier niemals Eigentümer.
Antwort C ist falsch, da ein Finderlohn von 50 % gesetzlich nicht existiert. Nach § 971 BGB in Verbindung mit § 978 Abs. 2 BGB ist der Finderlohn bei Verkehrsfunden sogar halbiert (nur 2,5 % bis 500 Euro Wert) und wird zudem erst ab einem Sachwert von mindestens 50 Euro gezahlt.
Richtige Antwort: B
In der Rechtskunde, insbesondere im Rahmen der Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, ist das Verständnis der Rechtsgüterabwägung (Güterabwägung) von zentraler Bedeutung. Rechtsgüter sind Werte, die durch unsere Gesetze geschützt werden. Wenn zwei dieser Werte in einer Notsituation miteinander in Konflikt geraten, muss entschieden werden, welcher Vorrang hat.
Die Hierarchie der Rechtsgüter ist in Deutschland klar festgelegt, auch wenn sie nicht in einem einzelnen Paragrafen steht. Sie leitet sich aus dem Grundgesetz (GG) und der ständigen Rechtsprechung ab:
1. Das Leben (Das absolut höchste Gut, gemäß Art. 2 Abs. 2 GG).
2. Die körperliche Unversehrtheit / Gesundheit (Art. 2 Abs. 2 GG).
3. Die Freiheit (z. B. die Fortbewegungsfreiheit).
4. Das Eigentum und Vermögen (Art. 14 GG).
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Von Gewerberecht bis Umgang mit Menschen musst du die ganze Breite des Stoffs beherrschen.
Nicht jede 34a Frage sieht gleich aus. Manche Aufgaben prüfen reines Grundlagenwissen, andere arbeiten mit kurzen Situationen aus dem Sicherheitsalltag. Wenn du die typischen Fragestile erkennst, beantwortest du auch neue Fragen deutlich sicherer.
Hier geht es um Begriffe, Paragraphen, Pflichten und Grundlagen. Solche Fragen wirken oft einfach, sind aber gefährlich, wenn du Definitionen nur ungefähr kennst.
Diese Aufgaben beschreiben eine Situation, zum Beispiel einen Ladendiebstahl, einen Platzverweis oder einen Konflikt am Eingang. Entscheidend ist, welche Rechtsgrundlage in genau diesem Fall passt, zum Beispiel § 32 StGB, § 34 StGB oder § 127 Abs. 1 StPO.
Hier musst du besonders sauber lesen. Oft sind zwei Antworten richtig, aber nur in der genauen Kombination. Wer zu schnell klickt, verliert hier viele Punkte.
Beispiel 1
Eine Person weigert sich, ein privates Gelände zu verlassen. Dann wird oft nicht nur gefragt, was du tun darfst, sondern auch, unter welchen Voraussetzungen du auf Basis von Hausrecht und Besitzschutz nach §§ 858 ff. und 903 BGB handeln darfst.
Beispiel 2
Diese Fragen testen selten nur Definitionen. Meist musst du erkennen, ob gerade ein Angriff vorliegt oder ob eine Gefahr abgewehrt wird. Genau da passieren viele Fehler zwischen § 32 StGB, § 34 StGB und den zivilrechtlichen Notstandsregeln aus §§ 228 und 904 BGB.
Beispiel 3
Hier geht es oft um Deeskalation, Kommunikation und Auftreten. Solche Fragen wirken weich, sind aber prüfungsrelevant und entscheiden mit über deinen Gesamtscore.
Beispiel 4
Typisch sind Fragen dazu, welche Daten du weitergeben darfst, wer Zugriff haben darf und wann eine Verarbeitung unzulässig ist. Diese Aufgaben wirken knapp, prüfen aber oft sehr genau, ob du zwischen zulässiger Dokumentation, Weitergabe und Datenschutzpflicht unterscheiden kannst.
In der App bekommst du zum Fragenkatalog zusätzlich Fortschritt, Bookmarks, Wiederholungen und die komplette Prüfungssimulation in einem System.
Ja. Du kannst den Fragenkatalog nach Themenbereich und Fragetyp filtern und zusätzlich nach Stichwörtern suchen. So findest du gezielt die Fragen, die du gerade wiederholen möchtest.
Aktuell umfasst der Fragenkatalog 701 Fragen aus 9 prüfungsrelevanten Themenbereichen. Damit kannst du sowohl gezielt nach Modulen lernen als auch breit für die gesamte Prüfung trainieren.
Diese zusätzlichen Lern-Funktionen stehen dir in der 34a Master App zur Verfügung. Dort kannst du deinen Fortschritt verfolgen, schwierige Fragen markieren und strukturiert weiterlernen.
Ja. Die Katalog-Seite ist mobil nutzbar, und die 34a Master App ist zusätzlich komplett für das Handy optimiert. So kannst du Fragen bequem unterwegs durcharbeiten und später nahtlos in der App weiterlernen.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
Für die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ist dieses Wissen wichtig, da Sicherheitsmitarbeiter oft bei einer juristischen Person (einer Security-GmbH) angestellt sind. Der Arbeitsvertrag besteht mit der Firma als juristischer Person, nicht mit dem Chef als Privatperson.
- Antwort B (Betriebsrat) vertritt die Interessen der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber, hat aber keinerlei Befugnis, Geschäftsverträge für die Firma nach außen abzuschließen.
- Antwort E (Gesellschafterversammlung) ist zwar das oberste beschlussfassende Organ der GmbH (die Eigentümer), sie trifft aber vor allem interne Grundsatzentscheidungen. Die laufende Vertretung nach außen übernimmt im Regelfall der Geschäftsführer.
- Antwort F (Kunde) ist der Vertragspartner und kann logischerweise nicht für die GmbH handeln, mit der er gerade einen Vertrag schließen möchte.
- Antwort C (Alter): Das Alter spielt keine Rolle. Jedes Leben ist vor dem Gesetz gleich viel wert, egal ob Neugeborenes oder Greis.
- Antwort D (Verbrecher): Auch ein Straftäter verliert sein Grundrecht auf Leben nicht. Eine „Abwertung“ von Personen aufgrund ihres Verhaltens ist im Rahmen des Notstands (§ 34 StGB) unzulässig.
- Antwort E (Richter): Das Gesetz und die ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind hier eindeutig. Es liegt nicht im Ermessen eines einzelnen Richters, die Unabwägbarkeit des Lebens aufzuheben.
- Antwort F (Krieg): Auch im Krieg oder in Ausnahmesituationen bleibt der Grundsatz bestehen, dass der Staat oder Einzelne nicht unschuldige Leben gegen andere Leben abwägen dürfen (siehe auch das Urteil zum Luftsicherheitsgesetz).
Da du niemanden gegen seinen Willen durchsuchen darfst (das wäre eine Nötigung gemäß § 240 StGB oder eine Beleidigung gemäß § 185 StGB), bleibt dir in diesem Fall nur die Durchsetzung des Hausrechts: Du kannst der Person den Zutritt verweigern. Die Taschenkontrolle ist also eine Bedingung für den Einlass, aber kein Recht zur körperlichen Gewalt.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
- Antwort A (Ja, immer): Das ist falsch, da dies die Grundrechte der Gäste verletzen würde. Ohne Rechtsgrundlage oder Einwilligung ist eine Kontrolle rechtswidrig.
- Antwort C (§ 127 StPO): Der § 127 Abs. 1 StPO regelt die vorläufige Festnahme durch Jedermann, wenn jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird. Er gibt dir jedoch kein Recht, präventiv Taschen zu kontrollieren, um nach verbotenen Gegenständen zu suchen.
- Antwort D & E (Nur bei Frauen/Männern): Das Geschlecht spielt rechtlich für die Erlaubnis zur Taschenkontrolle keine Rolle. Eine Diskriminierung würde zudem gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßen.
- Antwort F (Wenn der Chef es sagt): Auch wenn du weisungsgebunden bist, darf dein Chef dir keine rechtswidrigen Handlungen befehlen. Eine Anweisung des Arbeitgebers ersetzt niemals die notwendige Einwilligung des Betroffenen bei einem Eingriff in dessen Privatsphäre.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
- A (Unerlaubte Handlung): Dies ist ein Oberbegriff aus dem Schadensersatzrecht (§ 823 BGB). Er ist zwar nicht völlig falsch, aber im Kontext des Besitzschutzes ist „Verbotene Eigenmacht“ der präzise Fachbegriff.
- C (Vertragsbruch): Ein Vertragsbruch setzt voraus, dass zwischen dem Lieferanten und dem Objektbesitzer ein Vertrag besteht, dessen Klauseln verletzt wurden. Hier geht es aber um eine rein gesetzliche Besitzstörung.
- D (Besitzaufgabe): Besitzaufgabe (§ 856 BGB) würde bedeuten, dass der Fahrer den LKW willentlich aufgibt und kein Interesse mehr daran hat. Er will ihn aber behalten, er parkt nur falsch.
- E (Notstand): Ein Notstand (§ 228 oder § 904 BGB) würde eine Gefahr voraussetzen, die durch das Parken abgewendet werden müsste. Essen zu gehen ist kein Notfall.
- F (Eigentumsübertragung): Hier wird kein Eigentum übertragen (§ 929 BGB). Der LKW gehört weiterhin dem Lieferanten oder seiner Firma.
- Antwort E: Sie können nicht über fremdes Eigentum verfügen. Eine Spende ohne Einverständnis des Eigentümers ist rechtlich nicht zulässig.
- Antwort F: Die 6-Monats-Frist für einen möglichen Eigentumserwerb (§ 973 BGB) beginnt erst nach der Anzeige des Fundes bei der zuständigen Behörde. Man darf nicht erst 6 Monate warten, bevor man den Fund meldet.
Besonderheit im Dienst: Da Sie im Auftrag des Betreibers des Einkaufszentrums arbeiten, handelt es sich um einen Fund in Geschäftsräumen (§ 978 BGB). In solchen Fällen steht dem Finder in der Regel kein Finderlohn (§ 971 BGB) zu, da die Ablieferung von Fundsachen zu den beruflichen Nebenpflichten gehört und der Fund im Herrschaftsbereich des Kunden erfolgte.
Antwort D ist falsch, da die gesetzliche Anzeigepflicht nach § 965 BGB und die Ablieferungspflicht nach § 978 BGB völlig unabhängig vom Alter, Zustand oder dem vermeintlichen Wert der Sache bestehen.
Antwort E ist falsch, da das Behalten oder Verkaufen einer fremden Sache den Straftatbestand der Unterschlagung gemäß § 246 StGB erfüllt, was strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.
Antwort F ist falsch, da Sie mit dem Ansichnehmen der Sache eine gesetzliche Verwahrungspflicht eingehen. Ein einfaches 'Wiederhinlegen' entbindet Sie nicht von der Verantwortung, wenn Sie die Sache bereits in Besitz genommen haben.
Falls Sie zudem als Sicherheitsmitarbeiter im Dienst sind, handeln Sie als Besitzdiener gemäß § 855 BGB. In dieser Rolle üben Sie die tatsächliche Gewalt für Ihren Arbeitgeber aus und sind arbeitsvertraglich verpflichtet, Fundsachen sofort ordnungsgemäß zu melden und abzugeben.
5. Die Ehre.
Im vorliegenden Fall stehen sich das Eigentum (das teure Gemälde) und die Gesundheit bzw. das Leben (die verletzte Person) gegenüber. Gemäß dem Prinzip des rechtfertigenden Notstands (§ 34 StGB) muss das geschützte Interesse das beeinträchtigte Interesse wesentlich überwiegen. Da die körperliche Unversehrtheit eines Menschen immer schwerer wiegt als ein materieller Sachwert – völlig ungeachtet dessen Preises –, ist die Hilfeleistung für die Person zwingend vorzuziehen.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
- Antwort A & F: Der materielle Wert einer Sache (Eigentum) kann niemals den Wert eines Menschenlebens oder der Gesundheit aufwiegen. Selbst ein Milliarden Euro teures Gemälde steht rechtlich unter der körperlichen Unversehrtheit eines Menschen.
- Antwort C: Es gibt hier keinen Ermessensspielraum. Wer sich für die Sache und gegen den Menschen entscheidet, handelt rechtswidrig und macht sich unter Umständen sogar wegen unterlassener Hilfeleistung (§ 323c StGB) strafbar.
- Antwort D: Versicherungsfragen spielen bei der straf- oder zivilrechtlichen Rechtfertigung einer Handlung keine Rolle.
- Antwort E: Der Satz "Eigentum verpflichtet" stammt aus Art. 14 Abs. 2 GG, bezieht sich aber auf die soziale Verantwortung von Eigentümern und bietet keine Grundlage für eine Abwägung, die Gesundheitsschäden rechtfertigen würde.